· Pressemitteilung

22. Sonderausstellung zeigt 140 Jahre BRK Auerbach

Ab sofort können interessierte Bürger die sehenswerte Präsentation ansehen. Geöffnet hat das Mu-seum am Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr. Gerne führt Museumsleiterin Marion Ringl – nach Möglichkeit zusammen mit Ehrenamtlichen des BRK - auch gemeldete Gruppen. Die Kontaktaufnahme ist möglich über museum34@auerbach.de oder telefonisch unter 0175 4238364. © Michael Grüner
Die neue Ausstellung im Museum34 präsentiert nicht nur Tragen und andere Rettungsgeräte, sondern auch diverses Zubehör sowie Fotos und Zeitungsberichte über das BRK. © Brigitte Grüner
Dieser Torso mit Organen zum Entnehmen kann bei Führungen mit Schulklassen „zusammengepuzzelt“ werden. Daniel Sertl hatte schon vor der Vernissage seinen Spaß damit. © Brigitte Grüner
Daniel (l.) und Günter Sertl (r.) zeigen stolz die Aktiven der BRK-Bereitschaft Auerbach. Insgesamt en-gagieren sich 77 Frauen, Männer und Jugendliche. © Brigitte Grüner
Marion Ringl präsentiert ein altmodisches Beatmungsgerät. Viele dieser Ausstellungsgegenstände sind Leihgaben des Rotkreuz-Museums in Nürnberg. © Brigitte Grüner
Für die Rotkreuz-Schwester wurde im zweiten Stock des Bürgerhauses ein kleines Büro eingerichtet. Daneben sind eine Krankentrage auf Rädern und ein betagter Brutkasten ausgestellt. © Brigitte Grüner
Museumsleiterin Marion Ringl (l.) und Archivarin Doris Bundscherer waren in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, die Ausstellung über das BRK Auerbach zu gestalten. © Brigitte Grüner

Auerbach - Im Museum34 ist jetzt die Ausstellung „140 Jahre BRK Auerbach“ zu sehen. Sie zeigt historische Ausrüstung, zahlreiche Fotos und Dokumente aus dem Archiv der Bereitschaft.

Das Engagement der BRK-Bereitschaft kann sich sehen lassen: Allein im Jahr 2025 gab es 890 Einsätze im Rettungsdienst und 119 weitere Einsätze. Der Nachwuchs engagierte sich 5300 Stunden, und die gesamte Bereitschaft 11.458 Stunden. Die Anfänge liegen inzwischen 140 Jahre zurück und sind das Thema einer neuen Sonderausstellung im Museum34.
Am Freitagabend fand mit geladenen Gästen die Vernissage statt. Ab sofort können interessierte Bürger die sehenswerte Präsentation ansehen. Museumsleiterin Marion Ringl rechnet mit ähnlich großem Interesse wie bei der Ausstellung über das Auerbacher Schulwesen, die von rund 2500 Personen besucht wurde.

Kurz vor Weihnachten 2023 kam Marion Ringl mit dem Stadtrat und BRK-Aktiven Günter Sertl ins Gespräch über eine mögliche Ausstellung. Ganz schnell hatte sie Bildmaterial bekommen, und das Interesse am Thema war geweckt. Seit etwa einem Jahr arbeitet das Museums-Team konzentriert an der neuen Sonderausstellung. „Ein paar Unterlagen“ sollte sie abholen, erinnert sich die Museumsleiterin. Am Ende fuhr sie drei volle Kofferräume mit Material vom BRK-Heim in das Bürgerhaus. Darunter waren 16 große Ordner mit Bildern und Zeitungsberichten. Einige davon sind in der Sonderschau zu sehen.

Was ist das Besondere an der BRK-Ausstellung in Auerbach?

Kernstücke der Ausstellung sind historisches Zubehör, darunter ein Inkubator von annodazumal, ein aus Markisenstoff angefertigter Rollstuhl, eine Trage auf Speicherrädern und ein großer hölzerner Sanitätskasten K50, der bei Einsätzen mit mehreren Verletzten gute Dienste leistet. Diese Hilfsmittel sind Leihgaben des Rotkreuz-Museums Nürnberg, das im Juli 1984 eröffnet worden war. Richard Götz hat viele Fahrten nach Nürnberg unternommen und die Leihgaben abgeholt. Zusammen mit Doris Bundscherer, Christine Neumüller und Karin Hagen digitalisierte die Museumsleiterin die Bilder und Zeitungsartikel aus dem Archiv des BRK Auerbach. In gebundenen Heften ist vieles davon abgedruckt worden. Um Banner mit zeitgemäßen Fotos und Informationen zum örtlichen BRK kümmerte sich Lisa Voit vom Stadtmarketing.

Geändert haben sich nicht nur die Ausrüstung, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer. Ge-gründet wurde die BRK-Kolonne Auerbach im Jahr 1885 als Zweigverein der Frauenverbände. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren zwei hauptamtliche Rotkreuz-Schwestern und wenige Männer für den Sanitätsdienst in der Stadt zuständig. Zum Transport der Kranken diente ein zwei-rädriger Wagen. Heute gehören der Bereitschaft 77 Mitglieder an, darunter ein „harten Kern“ von 60 Personen, erklärt Bereitschaftsleiter Daniel Sertl.
Mit vier engagierten Jugendrotkreuz-Gruppen hat die Bereitschaft im Moment keine Nach-wuchssorgen. Die Fahrzeuge sind moderner geworden, und das Vereinsheim am Behälterweiher mit angebauter Rettungswache bietet gute Voraussetzungen für den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten. In der Sonderausstellung „140 Jahre BRK Auerbach“ können sich die Besucher über die Aufgaben und die Ausrüstung des örtlichen Roten Kreuzes in heutiger und in früherer Zeit informieren. Wer mag, darf in einer kleinen Spendendose Münzen oder Scheine zugunsten der Jugendarbeit der BRK-Bereitschaft Auerbach deponieren.

Öffnungszeiten und Kontakt
Geöffnet hat das Museum am Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr.
Gerne führt Museumsleiterin Marion Ringl – nach Möglichkeit zusammen mit Ehrenamtlichen des BRK - auch gemeldete Gruppen.
Die Kontaktaufnahme ist möglich über museum34(at)auerbach(dot)de oder telefonisch unter 0175 4238364.

Helfen Sie mit, Rotkreuzgeschichte zu bewahren!
Ihre Spende trägt dazu bei, wertvolle Exponate und Dokumente für kommende Generationen zu erhalten.
Spenden