Interschutz 2015
Gemeinsamer Messestand mit dem Rettungsdienst Hannover

 

Hannover. Als erfolgreichstes Get-together für Brand- und Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit ist die INTERSCHUTZ 2015 am Samstag, 13. Juni, in Hannover erfolgreich zu Ende gegangen. Mit rund 1 500 Ausstellern aus 51 Ländern gab es eine Rekordbeteiligung. Sie erreichte damit eine neue Dimension als Weltleitmesse. In den sechs Tagen begeisterte sie 157 000 Besucher (2010: 123 266 Besucher) aus allen Teilen der Welt. Besonders gelobt wurde die hohe Qualität der Fachbesucher in den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit. Damit ist die INTERSCHUTZ 2015 die größte und best besuchte INTERSCHUTZ aller Zeiten.

Rotkreuz-Museum Nürnberg und Rettungsdienst Hannover: Messestand Halle 25, Stand E25

Die INTERSCHUTZ 2015 punktet in allen Parametern: Aussteller, Fläche und Besucher. Sie erlebten eine Präsentation der Superlative. Drehleitern und Teleskopmastbühnen auf dem Freigelände, die Rekordhöhen erreichten, Feuersbrünste, die sekundenschnell gelöscht wurden, und auch viele Weltpremieren gehörten zu den zahlreichen Highlights.

Dr. Johannes Richert
Stellv. Generalsekretär des DRK

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Neuentwicklung für 500.000 Euro

Der DRK-Region Hannover e.V. hat nach einer halbjährigen Planungsphase einen sogenannten Innovations-Rettungswagen präsentiert. „Ausschlaggebend für die Umsetzung des Innovations-RTW waren die Mitarbeiter in den DRK-Rettungswachen. Sie haben durch ihre täglichen Erfahrungen im Rettungsdienst viele Vorschläge zur Verbesserung der Patientenversorgung und zur Gesundheitsprävention der Mitarbeiter eingebracht“, so Stefan Topp, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienste, über die Umsetzung. Mit verschiedenen internationalen Partnern ist ein Fahrzeug entwickelt worden, das die Sicherheit der Patienten und der Mitarbeiter im Rettungsdienst verbessern soll.


DRK Hannover: Der Innovations-Rettungswagen

Auf der Basis eines Mercedes Sprinters mit einem Koffer-Aufbau kommen einige neue Technologien zum Einsatz. So wurde der RTW wurde mit einer 360°-Kameraüberwachung ausgerüstet. Vier Kameras im Außenbereich sollen u.a. dazu dienen, Bagatellschäden am Fahrzeug schneller aufzuklären. Zudem biete der Rundumblick, sichtbar für den Fahrer auf einem großen Farbmonitor, mehr Sicherheit beim Rangieren des Fahrzeugs. Zudem verfügt der RTW über ein Rückfahrwarnsystem mit automatischer Lautstärkenanpassung. Durch Heckblaulichter mit Hochleistungs-LED könne er selbst ohne Martinshorn von anderen Verkehrsteilnehmern sehr gut wahrgenommen werden. Auch das verbesserte Sicherheitsdesign mit schräggestellten rot-neongelbreflektierenden Warnmarkierungen soll zu jeder Tages- und Nachtzeit gut sichtbar sein.

Im Innern verfügt der RTW über ein elektrohydraulisches Tragensystem mit einer Nutzlast bis 300 kg. Neben der hellen Innenbeleuchtung kommt im Innenraum auch sogenanntes Traumalicht zum Einsatz, eine spezielle blaue Innenbeleuchtung, die die psychische Belastung schwer verletzter Patienten reduzieren soll. Durch eine Verstärkung der Wände sowie des Bodens mit einer Zusatzschicht werden Fahrgeräusche im hinteren Bereich reduziert.

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) heute berichtet, hat die Entwicklung des RTW rund 500.000 Euro gekostet. Eine Diskussion gibt es inzwischen zum Design des Fahrzeugs. Die Region Hannover fordert seit dem 1. Januar 2014 alle Rettungsdienste, die im Auftrag der Gebietskörperschaft fahren wollen, auf, ihre Wagen einheitlich zu gestalten. Damit soll der Rettungsdienstträger Region Hannover erkennbar werden. Vorgegeben ist die Farbe Leuchtrot bzw. Leuchthellrot. Für den Probebetrieb in den Wachen in Hannover, Laatzen, Springe und Lehrte drücke die Region bis Juli 2015 erst einmal ein Auge zu, wie es in der HAZ heißt.

Die nächste INTERSCHUTZ wird vom 15. bis 20. Juni 2020,
zeitgleich mit dem 29. Deutschen Feuerwehrtag in Hannover, ausgerichtet.