Oldtimer bereichert Sammlung des Rotkreuz-Museums
Nach 2 Jahren Restaurierungszeit Übergabe an das Museum

 

Nach 2 Jahren ist es geschafft: das Rotkreuz-Museum Nürnberg kann sein restauriertes Fahrzeug der Oldtimerausstellung des Museums zuführen. In einer Feierstunde wurde das Fahrzeug an das Museum übergeben. Die symbolische Übergabe erfolgte durch die tatkräftigen finanziellen und handwerklichen Unterstützer Familie Rösch von der Autolackiererei Peter Rösch sowie durch Dr. Michael Kläver, Direktor Vorstandsstab und Kommunikation der Sparkasse Nürnberg.

Die Schirmherrin des Museumsförderkreises Mizzi Wöhrl erzählte, welchen Zweck dieses Fahrzeug erfüllte. „Dieser Mercedes mit dem Namen Rotkreuz Nürnberg 8 wurde früher im Rückholdienst für Mitglieder eingesetzt. Wer zum Beispiel auf seiner Auslandsreise durch Unfall oder plötzliche Krankheit gezwungen war, im Urlaubsland ins Krankenhaus zu müssen und danach weiter medizinisch im Heimatland behandelt werden musste, wurde mit diesem Fahrzeug von Krankenhaus zu Krankenhaus gebracht.“

Das Fahrzeug hat beachtliche Kilometer hingelegt. Es wurde 1986 zugelassen. Der Kilometerstand weist  mehr als 350.000 km auf. „Eine stolze Leistung, die auch die Notwendigkeit und Inanspruchnahme des Fahrzeuges dokumentiert. Aus ganz Europa wurden Mitglieder zurückgeholt. Österreich, Italien, Serbien, Belgien, Griechenland (Kreta), Polen usw. „ zählte die Kreisgeschäftsführerin Brigitte Lischka auf.  Nachdem dann Mitte der 90er Jahre Rückholungen per Flugzeug zunahmen, kam das Fahrzeug darüber hinaus auch im Nürnberger Krankentransport bis zur Stilllegung 1997 zum Einsatz.

Herzlichen Dank an die Spenderfirmen

Die Sparkasse Nürnberg bezuschusste die Restauration. „All das was die Menschen in unserer Stadt interessiert und was ihnen hilft ist uns wichtig. Unser Engagement ist breit und vielfältig, die Unterstützung sozialer Projekte gehört ebenso dazu wie – in diesem Fall – der Erhalt eines zeitgeschichtlichen Kulturguts. Das historische Fahrzeug kann den Besuchern im Museum seine eigene Rettungsdienstgeschichte erzählen und ist ein einmaliger Zeuge seiner Zeit. Wir haben deshalb gern einen Beitrag zu seiner Erhaltung geleistet“, so Dr. Michael Kläver von der Sparkasse Nürnberg.

Die Autolackiererei Peter Rösch hat in vielen vielen Arbeitsstunden das Fahrzeug generalsaniert und uns für diesen immensen Zeitaufwand nur eine Rechnung gegen Spendenquittung gestellt. damit hatten wir keine Kosten zu tragen. „Mir ist es wichtig gewesen, dieses wunderschöne Auto zu erhalten. Jeder Mensch kann mal in eine Notlage kommen und braucht dann den Rettungsdienst oder Krankentransport oder eben auch eine Rückholung. Der heutigen und auch nachfolgenden Generationen zu zeigen, mit welchen Transportmitteln im letzten Jahrhundert bzw. ja auch Jahrtausend gearbeitet wurde, ist - wenn man sich die aktuelle technische Entwicklung ansieht - sehr spannend und interessant. Und wenn man dann bei der Erfüllung eines guten und sinnigen Zwecks mithelfen kann, motiviert das sehr bei der Arbeit.“ so Inhaber und KFZ-Meister Peter Rösch.

gh/12.12.2011